
Sprachreise
Qingdao
Das wohl bekannteste chinesische Bier kommt aus Qingdao und heisst «Tsingtao»: Ein leichtes, trockenes Pils, das mit süssem Quellwasser von Laoshan sowie chinesischer Gerste und Hopfen gebraut wird.
BEDEUTENDER BADEORT
Qingdao, was soviel bedeutet wie «Grüne Insel», ist eine Hafenstadt mit rund 7 Millionen Einwohnern in der Provinz Shandong im Osten der Volksrepublik China. Sie ist heute einer der wenigen bedeutenden Badeorte und beliebtes Ausflugsziel Chinas, wohin jedermann gerne vor der Sommerhitze flieht. Das hellblaue Meer, goldene Strände zwischen rötlichen Granitklippen und eine Uferpromenade mit Seebrücke, dazu Riviera- Klima und viel Sonne im Frühjahr und Herbst – das macht den Reiz von Qingdao aus. 40 Kilometer östlich der Strände der Jiaozhou-Bucht liegt der Laoshan, einer der berühmten Berge Chinas und Entstehungsort des Taoismus. Als höchster Gipfel eines Gebirgszuges der Halbinsel Shandong erreicht er eine Höhe von 1’133 Meter.
UNTER DEUTSCHER HERRSCHAFT
Ende des 19. Jahrhunderts waren die Preussen bestrebt, im ostasiatischen Raum einen Stützpunkt zu besitzen. So beschloss die deutsche Regierung 1896, den Erwerb von Qingado als strategische Niederlassung voranzutreiben, was auch ein Jahr später dank militärischer Überlegenheit gelang. Von 1897 bis 1914 stand die Hafenstadt ununterbrochen unter deutscher Herrschaft. Aus dieser Zeit sind heute noch viele Bauten erhalten, so z.B. eine Brauerei, ein Bahnhof, eine katholische und eine protestantische Kirche sowie das Gästehaus des Gouverneurs. Entsprechend den Bestimmungen des Versailler Vertrags nach dem 1. Weltkrieg ging die Kolonie zunächst in japanische Hand über. Die Rückgabe an China erfolgte dann im Jahre 1922.

